Aberglaube
| Der Aberglaube ist ein Kind der Furcht, der Schwachheit und der Unwissenheit. Friedrich der Große |
| Der Aberglaube gehört zum Wesen des Menschen und flüchtet sich, wenn man ihn ganz und gar zu verdrängen denkt, in die wunderlichsten Ecken und Winkel ... Johann Wolfgang von Goethe |
| Der Aberglaube ist die einzige Religion, deren niedere Seelen fähig sind. Joseph Joubert |
| Der
Aberglaub', in dem wir aufgewachsen, / Verliert, auch wenn wir ihn erkennen, darum / Doch seine Macht nicht über uns. Gotthold Ephraim Lessing |
| Ein jeder Aberglaube versetzt uns in das Heidentum. Justus Freiherr von Liebig |
| Ja,
weil die große Menge immer gleich elend bleibt, bleibt sie nie lange
demselben Aberglauben ergeben; vielmehr wird sie immer wieder von einem
neuen Aberglauben angezogen, von welchem sie noch niemals getäuscht
worden ist. Baruch de Spinoza |
| Aberglaube ist töricht, kindisch, primitiv und unvernünftig, nur - was kostet es schon, auf Holz zu klopfen. Autor unbekannt |
| Je weniger Aberglaube, desto weniger Fanatismus, je weniger Fanatismus, desto weniger Unheil. Voltaire |
| Der
Aberglaube ist das natürliche Kind gespannter und
peinlicher Erwartung, und die menschliche Machtlosigkeit ist seine Amme. Heinrich Laube |
| Der
Aberglaube macht die Gottheit zum Götzen und der Götzendiener ist umso
gefährlicher, denn er ist ein Schwärmer. Johann Gottfried von Herder |
| Furcht
vor einer unsichtbaren Gewalt, die vom Geist erdichtet oder auf Grund öffentlich
zugelassener Erzählungen eingebildet: ist, ist Religion, sind sie nicht zugelassen, Aberglaube. Thomas Hobbes |
| Auch im Gemüte des Aufgeklärtesten nistet immer ein kleines Alräunchen des alten Aberglaubens, das sich nicht ausbannen läßt; man spricht nicht gern davon, aber es treibt in den geheimsten Schlupfwinkeln unserer Seele sein unkluges Wesen. Heinrich Heine |
| Das Sterben ist etwas Schauderhaftes, nicht der Tod, wenn es überhaupt einen Tod gibt. Der Tod ist vielleicht der letzte Aberglaube. Heinrich Heine |
| Seien wir nicht abergläubisch - es bringt nur Unglück. Unbekannt |
| Aberglaube ist der abweichende Glauben der Anderen. Somit ist jeder Glaube Aberglaube und Glaube zugleich R. Gatter |
| Aberglaube ist das Kennzeichen eines schwachen Geistes. Honoré de Balzac |
| Die Demokratie ist einer auf Statistik beruhender Aberglaube. Unbekannt |
| Aberglaube ist die Abschiebung der Verantwortung auf nicht existierende Mächte. Benedikt Jonas |
| Aberglaube ist die freiwillige Einschränkung des eigenen Handelns und Denkens. Artur Heronimus |
| Das Dasein des Schöpfers zu leugnen, ist größerer Unsinn als der finsterste Aberglaube. Gottfried Keller |
| Es ist das übliche Schicksal neuer Wahrheiten, daß sie als Ketzerei beginnen und als Aberglaube enden. Thomas Henry Huxley |
| Die Vorstellung, daß Glaube etwas ganz anderes sei als Aberglaube, ist von allem Aberglauben der größte. Ludwig Feuerbach |
| Aberglaube ist die Form der Ehrfurcht, die selbst den Zufall als eine Anordnung höherer Mächte anerkennt. Carl Ludwig Schleich |
| Der Aberglaube ist überall eine notwendige Folge außergewöhnlicher Naturerscheinungen, deren Gründe unbekannt sind. Denis Diderot |
| Der Aberglaube ist das ungeheure, fast hilflose Gefühl, womit der stille Geist gleichsam in der wilden Riesenmühle des Weltalls betäubt steht und einsam. Jean Paul |
| Der Aberglaube ersinnt eher die verrücktesten und plumpsten Hirngespinste, als daß er Ruhe gibt. Diese Hirngespinste werden später durch die Zeit und die Leichtgläubigkeit der Völker geheiligt. Denis Diderot |
| Aberglaube und Fanatismus sind nicht nur Geißeln im Gefolge der Religion, sie sind derart unheilbare, eingewurzelte Krankheiten des menschlichen Geistes, daß man ihre Spuren bis in den Bereich des künstlerischen Geschmacks und der reinen Unterhaltung verfolgen kann Friedrich Melchior Baron von Grimm |
| Kurz, je weniger Aberglaube, desto weniger Fanatismus, und je weniger Fanatismus, desto weniger Unheil. Voltaire |