Berliner Luft 
(aus der Operette „Frau Luna”)

Rübezahl aus dem Riesengebirge

Melodie: Paul Lincke, 1904 
Text: Heinz Bolten-Baeckers


Rübezahl aus dem Riesengebirge
Berlin zu jeder Jahreszeit,
sieht man dich herrlich prangen,
sogar im Winter zeigt die Maid
zwei Rosen auf den Wangen.
Die Häuser wachsen aus dem Sand,
es blühen die Finanzen,
und hier gedeihn wie weltbekannt
die echt Berliner Pflanzen!
Berlin, hör ich den Namen bloß,
da muss vergnügt ich lachen!
Wie kann man da für wenig Moos
den dicken Wilhelm machen!
Warum läßt man auf märkschem Sand
gern alle Puppen tanzen?
Warum ist dort das Heimatland
der echte Berliner Pflanzen?
Kehrreim:
Ja, ja! Ja, ja! Ja, ja, ja, ja
das macht die Berliner Luft, Luft, Luft,
so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft,
wo nur selten was verpufft, pufft, pufft,
in dem Duft, Duft, Duft,
dieser Luft, Luft, Luft. Ja, ja, ja
das macht die Berliner Luft, Luft, Luft,
so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft,
wo nur selten was verpufft, pufft, pufft,
Das macht die Berliner Luft !





Ich frug ein Kind mit jelbe Schuh:
Wie alt bist du denn, Kleene?
Da sagt sie schnippisch: "Du? Nanu,
ick werd' schon nächstens zehne?"
Doch fährt nach Britz sie mit Mama'n
da sagt die kleine Hexe
zum Schaffner von der Straßenbahn:
Ick werd' erscht nächstens sechse!

Der richtige Berliner gibt sich
gastfrei und bescheiden.
Drum ist er überall beliebt
und jeder mag ihn leiden.
Wenn sonst man "Mir kann keener"sagt
so sagt in jedem Falle
wenn's dem Berliner nicht behagt
er sanft: "Mir könn'se alle."