Der Hauptmann von Köpenick

Berlin 1906: In jungen Jahren ist der Schuster Wilhelm Vogt auf die schiefe Bahn geraten und landet hinter Gittern. Nach seiner Entlassung beschließt er, endlich ein ehrliches Leben zu führen. Doch Wilhelm Vogt hat keinen Paß. Seine ständigen Versuche, sich Papiere zu beschaffen, bringen ihn immer wieder in Schwierigkeiten.

Zufällig stöbert er eines Tages in einem Trödlerladen und findet dort eine alte Hauptmanns-Uniform. Er gibt einer Gruppe von zwölf Gardegrenadieren den Befehl, ihm nach Köpenick aufs Rathaus zu folgen.

Dort verhaftet er den Bürgermeister und den Stadtkämmerer, um sich in Ruhe einen Paß zu beschaffen. Doch auch hier hat er keinen Erfolg. Kurzerhand beschlagnahmt er die Stadtkasse und flieht ...

"Der Hauptmann von Köpenick" wird zum Tagesgespräch. Man sucht den Übeltäter, doch der Schuster stellt sich freiwillig. Im Zweikampf mit den Behörden ist er ein alter Mann geworden - aber der Held seiner Zeit! Seine Majestät Kaiser Wilhelm meinte dazu lachend "Kein Volk der Erde macht uns das nach!"

Wer die Uniform trägt, der siegt, nicht weil er besser oder klüger oder weitsichtiger wäre, sondern weil er uniformiert ist. Die sehr ernste Seite des Falles ist die Anbetung des heiligen Rockes, .... Der bunte Rock gilt als so heilig, daß der Träger dieses Rockes schon fast selber als Heiliger gilt, der weit über Urteil und Vorurteil erhaben ist.”