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Der Esel, der Rabe und der Hirt
Auf einer Wiese weidete ein
Esel, der sich den Rücken wund geschunden hatte. Dies sah ein Rabe,
flog auf den Esel zu, setzte sich auf dessen Rücken und fing an, mit
dem Schnabel in das rohe Fleisch zu picken.
Dies schmerzte den Esel sehr, und obgleich er sich bemühte, den lästigen
Gast los zu werden, gelang es ihm nicht.
Wenige Schritte davon lag sein Hüter, der mit einem Worte den Raben hätte
vertreiben können. Der aber ergötzte sich an den tollen und
possierlichen Sprüngen und Gesichtern, welche der Esel von Schmerz
getrieben machte, und lachte laut dazu.
"Oh!" rief der Esel aus, "jetzt fühle ich wirklich meine
Schmerzen doppelt, weil mich auch der verlacht, der mir helfen könnte
und sollte."
Statt Hilfe Hohn zum Schaden schmerzt doppelt.
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