Frühlingsgedicht   Norman Gale

Ja, den Bächen – stellt euch vor – 
Raunt der Frühling jetzt ins Ohr:
Auf, vergesst da trübe Träumen,
Denn zu Tale sollt ihr schäumen,
Wo der kleine Fischerjunge schon
Die Netze wirft im Schwunge.

Eilt – schon weicht des Winters Kühle –
Und besprüht auf eurem Lauf
Otterstiege, Wassermühle,
Weckt die gelben Primeln auf.
Hüpft und sprudelt euren Dank,
Bis der Himmel blau und blank!

Bald beginnt ein munt’rer Reigen:
Feentanz im Mondenschein.
Ihre Häupter, die sich neigen,
Krönt das Buschwindröschen fein.


Wenn die warmen Lüfte wehen,
Wird die Drossel in den Schlehen
Ihre schönsten Lieder singen.
Und bald hört man fern und nah:
Freut euch mit, der Lenz ist da!
Das Frühlingserwachen  in all den Jahren,
Es brachte stets neue Freude und Lust hervor,
Viel Glück ließ sich da in Liebe erfahren,
Schönste Hymnen stiegen zum Himmel empor.
Willkommen Du  neue wunderbare Zeit voller Wonnen,
Lasse  Blumen der Liebe in unserem Herzen sprießen,
Manch Trübsal und Hader ist gar schnell zerronnen
und lässt uns dieses Erwachen in vollen Zügen genießen.     (PK)