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Die Blumensprache
Sie
sprechen manch' heimliches Wort,
Es
deuten die Blumen des Herzens Gefühle,
Sie
neigen sich traulich am schwankenden Stiele,
Als
zöge die Liebe sie fort.
Sie
bergen verschämt sich im deckenden Laube,
Als
hätte verraten der Wunsch sie dem Raube.
Sie
deuten im leise bezaubernden Bilde
Der
Frauen, der Mädchen Sinn;
Sie
deuten das Schöne, die Anmut, die Milde,
Sie
deuten des Lebens Gewinn:
Es
hat mit der Knospe, so heimlich verschlungen,
Der
Jüngling die Perle der Hoffnung gefunden.
Sie
weben der Sehnsucht, des Harmes Gedanken
Aus
Farben ins duftige Kleid,
Nichts
frommen der Trennung gehässige Schranken,
Die
Blumen verkünden das Leid.
Was
laut nicht der Mund, der bewachte, darf sagen,
Das
waget die Huld sich in Blumen zu klagen.
Plattner, Anton (1787-1855)
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