Ein Wunsch - verhüllt von einem Traum.
Doch, was ich möcht´, erfüllt sich kaum.
Was ich erblick´, ist neblig - fern.
Ich sehe Dich. Ich hab´ Dich gern,
ersehne Deine Zärtlichkeit.
Ich ruf´ nach Dir - Du bist so weit!
Gedanken malen mir Dein Bild,
auf dass es mein Verlangen stillt.
Und plötzlich kommst Du mir sehr nah.
Du streichelst sanft mir über`s Haar.
Ich küsse Deinen Mund - so weich!
Berühre Dich am ganzen Leib.
Du machst es meiner Liebe gleich

Liebesphantasie
unbekannt

und bist nur noch des Fleisches Weib.
Ich spüre Deinen feuchten Schoß,
gebe Dir mein Glück - so groß!
Oh, wie tut Dein Körper gut!
Ergieße mich in Deine Glut.
Das Feuer sich gen Himmel bäumt,
sich in der Lüste Höhe streckt.
Ich hoff´, mein Wunsch sich ewig träumt.
Und dass ich niemals werd´ geweckt.
Als dann der kalte Morgen graut,
der Dunst aus Illusion sich lichtet;
welch Wunder, ich hab´ Dich erschaut!
Aus Phantasie sich Wahrheit dichtet.