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| Wer glücklich
ist, kann glücklich machen - wer`s tut, vermehrt sein eigenes
Glück. |
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Die Rose und der Dichter
Die Rose:
Bin ich denn von zwanzigtausend
Deiner Blumen hier
Nicht die Schönste? Warum bliebest
Du nicht stehn bei mir?
Der Dichter:
Ja! von allen meinen Blumen
War die Rose mir
Sonst die Schönste! Doris aber
Doris ist nicht hier.
Schön ist ohne meine Doris
Mir kein schön Gesicht.
Keine Quelle, kein Gefilde,
selbst die Rose nicht!
So lieb, so klein
so schön, so rein.
Lieb Veilchen auf der Heide!
Lieb Veilchen Du, die kleinste Zier
Der Mutter Erde, du bist mir,
Bist mir die größte Freude.
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An den Mond
Dein stilles Silberlicht
Erquickt mir mein Gesicht
O Mond, Gedanken-Freund, ich sehe dich von weiten
Und winke dich zu mir,
Und bin nicht weit von dir,
Und denk' an schön're Zeiten!
Wer einst, du lieber Mond,
In diesem Hüttchen wohnt,
Und sieht dein Silberlicht, dem magst du keine Falten
Auf seiner Stirne sehn,
Magst still vorüber gehn
Und ihn für glücklich halten!
Daß ich's nicht bin, sag' ich
Nur dir, und tröste mich, –
O Mond, Gedanken-Freund, – daß stille Nächte kommen!
Dir nur vertrau' ich's, dir:
Schon manche Nacht hat mir
Des Tages Gram genommen!
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Der Trinker
Seht den jungen Bacchus an!
Seht doch, wie er trinken kann!
Seht, die Augen, die Gebärden
Sollen unsre Muster werden,
Wenn die Gläser voll von Wein
Aug und Herz und Geist erfreun.
Treue Brüder, laßt euch raten!
Tut doch, was die Alten taten,
Gebt Verdiensten ihren Lohn,
Krönet diesen Bacchussohn,
Daß die Tugend auf der Erde
Lieblicher erkennet werde!
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Der noch keinen Trunk vermieden,
Der sich selbst dazu beschieden,
Den kein voller Römer schreckt,
Dem der Wein am besten schmeckt,
Brüder, der verdient zum Lohne
Seiner Tugend eine Krone!
Brüder, seht den Bruder an,
Wie der Bruder trinken kann!
Ihn von allen Bacchussöhnen
Müssen wir zum König krönen.
Brüder, König muß er sein,
Seht, er schenkt schon wieder ein!
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