Der Egoist

Ich bin ich, das muss so sein,
wie anders könnte man sonst leben?
Nur mit der Nuance „Nur ich allein“.
Wird es ein gar seltsames Streben.

Der Egoist rafft für sich, alles was er nur mag,
Selbst wenn andere verharren, murren und leiden,
So lebt er dahin Tag für Tag,
Nicht sehend, wer auf der Strecke wird bleiben.  

Alles oder Nichts ist seine Devise,
Ein Zwischending, mit Toleranz, gibt es nicht.
So meistert er rücksichtslos so manche Krise,
Lebt sein Leben – kennt keinen Verzicht.  

Zu behaupten sein Ich, ist ihm jedes Mittel recht,
Andere werden als Lügner im Nichts abgetan,
Egal ob’s diesen geht gut oder schlecht,
Hauptsache er kommt in seinem Sinne voran.  

Er versteht nicht, warum sein Ego wird kaum gelitten,
keine Freunde sich um ihn scharen?
Warum schon wieder mal zerstritten,
Selbst mit denen, die ihm einst nahe waren?  

Ein Egoist als solcher wird mit Unmut gelitten,
Manchmal bedauert, verflucht oder gar verdammt,
Denn mit der Art, wie er seinen Wert hat erstritten,
Kann man zwar leben, aber sie wird kaum anerkannt.